Die neue U17 Spielgemeinschaft im Fokus

Hallo Lukas

Als Trainer der neu gebildeten U17 Spielgemeinschaft möchten wir dir gerne heute ein wenig über die Schulter schauen und mehr über dich und dein Engagement erfahren.

 

1. Seit wann spielst du Handball und auf welcher Position?

Ich habe im Kindergarten mit Fussball begonnen und lange davon geträumt Fussballprofi zu werden. Im Alter von zwölf Jahren habe ich durch meinen Vater den Weg zum Handball gefunden und nach anfänglicher Skepsis mit dem Training begonnen. Bis ins Alter von 15 Jahren absolvierte ich sowohl zwei Fussball- wie auch zwei Handballtrainings. Nach dem Wechsel in die U17 Mannschaft erhielt ich die Chance bei einem Selektionstraining der Juniorennationalmannschaft mitzumachen, was einen erhöhten Trainingsaufwand erforderte und mich zum definitiven Entscheid für den Handballsport bewegte.

Im 17. Lebensjahr realisierte ich den Sprung in die erste Mannschaft vom HS Biel und agiere dort nun seit acht Jahren am rechten Flügel.

 

2. Seit wann bist du Trainer und warum geworden?

Für mich gibt es drei Gründe, die mich dazu bewegen die Aufgabe als Trainer der U17 Junioren zu absolvieren.

  • Ich habe sehr viel vom HS Biel profitiert, wurde immer unterstützt und habe viele gute Leute kennengelernt. Deshalb wollte ich dem Verein etwas zurückgeben und als Trainer eine sehr wichtige Aufgabe übernehmen.
  • Ich schätze die Arbeit mit Jugendlichen. Die Herausforderung, sie im Sport weiter zu bringen und mit ihnen Fortschritte zu erzielen, gefällt mir sehr.
  • Als Student der Sportwissenschaften habe ich eine enorme Leidenschaft für Sport  und auch das Unterrichten von Sport. Für meine berufliche Karriere ist diese Aufgabe daher ideal um mich weiter zu entwickeln.

3. Bist du mit deiner Arbeit zufrieden?

Generell glaube ich als Trainer und Coach einen guten Job zu machen. Ich habe dank dem Sportstudium eine gute Basis in den Trainingswissenschaften und der Sportpädagogik. Von nun ungefähr vier Jahren Spielerfahrung aus der Nationalliga B und weitern vier Jahren aus der ersten Liga bringe ich Handballtechnisch sowie –taktisch ein gutes Know-How mit und kann den Jungs sicher einiges beibringen.

Manchmal merke ich jedoch, dass ich trotzdem nur zwei Jahre Trainererfahrung habe und noch vieles lernen muss. Beispielsweise erfordert das altersspezifsche Anpassen gewisser Übungen viel Fingerspitzengefühl und ein gewisses Mass an Erfahrung.

 

4. Und mit deinem Team?

Ich bin sehr begeistert, was die Motivation der einzelnen Spieler angeht. Alle sind sehr interessiert sich zu entwickeln und geben sich grosse Mühe besser zu werden. Die ist bereits jetzt, nach nur drei Monaten Training, bei allen ersichtlich und drückt sich in einer merklichen Qualitätssteigerung aus.

Steigerungspotential haben die Meisten bei der Konzentration im Training. Viele haben mit der Lehre oder einer weiterführenden Ausbildung begonnen und werden dadurch stärker gefordert als in der Schule. Für sie ist es schwierig nach einem langen Schul- oder Arbeitstag die von mir geforderte Konzentration übers ganze Training aufrecht zu erhalten.

 

5. Was waren deine Highlights mit der neuen Spielgemeinschaft bis dato?

Trotz dem sehr schmalen Kader konnten wir beide Meisterschaftsspiele deutlich gewinnen und liegen auf dem ersten Tabellenplatz.

 

6. Und was könnte noch verbessert werden?

Das grösste Problem liegt klar bei der Anzahl Spieler im Kader. Auf der Spielerliste befinden sich zur Zeit nur 13 Spieler. Einer davon hat eine schwerwiegende Verletzung (wachstumsbedingt) und fällt voraussichtlich für den Rest der Saison aus. Drei spielen zusätzlich noch in der U15 und können somit nicht bei allen Spielen und Trainings dabei sein. Daher sind oft nur wenige Spieler anwesend, was sich deutlich auf die Trainingsqualität auswirkt.

 

7. Und langfristig: Wo siehst die U17 Spielgemeinschaft in Zukunft?

Im Moment ist die SG Seeland eine Zweckgemeinschaft damit es überhaupt möglich ist eine Meisterschaft zu absolvieren. Es wirkt wie eine zusammengewürfelte Mannschaft, wobei das Niveau sowie das Alter gewaltig variieren.

Das Ziel einer Spielgemeinschaft ist, dass jeder Spieler dem Alter sowie dem Niveau entsprechend optimal gefördert werden kann. Um das zu ermöglichen sind jedoch mindestens 20 Junioren pro Altersstufe nötig. So könnte die Mannschaft unterteilt und die Spieler spezifischer gefördert werden. Mein Wunsch ist es, dies in den nächsten Jahren auf allen Stufen (U13 bis U19) zu erreichen und so die Spielerinnen und Spieler optimal ausbilden zu können.

 

Merci viumau für deine Arbeit im Namen des HBC Ins und weiter so!!