Spielbericht: HBC Ins I gegen den HBC Nyon (2. Liga)

Es könnt alles so einfach sein, isses aber nicht...

Wenn wir unseren normalen, ganzen Kader (jede Position gleichwertig doppelt besetzt) am Start gehabt hätten, hätten wir Nyon ordentlich Gegenwehr bieten können und ich bin mir fast sicher, dass das Spiel ganz knapp ausgegangen wäre. ABER: Hätte, hätte, Fahrradkette...

In Ins muss man sich daran gewöhnen, dass es nicht mehr wie die Jahre zuvor lockere Siege am Fliessband zu holen gibt. Die Gründe hierfür sind längstens kommuniziert. Die Einsicht wahrscheinlich noch nicht, doch dass wir nun zwei starke 1. Ligaabsteiger vor der Brust hatten hilft dieser Erkenntnis sicherlich auf die Sprünge. Ergo: Mit den vorderen Tabellenplätzen haben wir zur Zeit nichts am Hut. Vor allem nicht, wenn der halbe Kader in den Ferien (oh man, mitten in der Saison...), verletzt, angeschlagen oder beim Militär ist, dann wird es schwer Paroli zu bieten!!!

Deswegen kann ich den standhaften Jungs, die sich auf die Platte gestellt haben, eigentlich nur ein Kompliment aussprechen. Gekämpft und erduldet, das war ihr Gefühlsleben letzten Samstag.

4:0 lagen wir in Front. Konsequent gespielte Angriffe mit einer soliden Abwehr, aber nach 15 min hatte man die ersten konditionellen Verschleisserscheinungen wahrgenommen. Folge: Unser Pass-, Fang-, Wurfverhalten labil, Konzentration weg und schon ist der Gegener wieder dran. Bis zur 30 min ging dann fast nichts mehr und somit ziemlich in Schieflage (mit 5 Toren hinten) geraten.

2. Halbzeit, gleiche Abfolge: Die ersten 10 min wieder aufgeholt und bei 16:17 zurück im Spiel. 2 min kassiert und dann ist der Motor voll abgesoffen... mit 10 Hütten auf den S... bekommen.

 

Abzuleitende Weissheiten:

  • Die 2. Liga ist stärker einzuschätzen als die vorangegangenen Jahre
  • Man muss sich professioneller Verhalten (Beispiel Nyon, die mit Physio, Kamera und drei Betreuern angerückt sind)
  • Nur ein ausgeglichenes 14 Kader verspricht Erfolg
  • In Ins muss man Geduld haben mit dem jungen Team
  • Bis Ende November dauert die Akklimatisierung bestimmt
  • Ab Anfang Dezember ist der Kader wieder komplett und man kann im Training richtig arbeiten

Dezember ist aber noch weit weg, trotz des ersten Schnees. Deswegen muss nun jedes Spiel mit viiieeellll Herzblut angegangen werden. Jeder muss für jeden da sein, sich gegenseitig geholfen werden und vor allem eine Mentalität angenommen werden, die die Gegner das Fürchten lehrt!

 

Work hard, dream big

David Lorenz, Trainer HBC Ins