Spielbericht: HBC Ins I gegen die PSG Lyss II (2. Liga)

Hossa, wir leben noch!! 28:22 gewonnen und endlich die zwei sch... Punkte Heim gebracht!!!

Diesem Spiel lag eine gewisse Brisanz inne und das hatte mehrere Gründe: Zum einen ist es ein oder DAS Derby! Letzte Runde hatte jedes Team ein Spiel nach hartem Kampf gewonnen gehabt und eben dieses letzte Rundenerlebnis, als wir unser Heimspiel im November 16 verloren und ziemlich geknickt waren, sollte uns nicht wieder passieren. Zum anderen ist die Tabellensituation zu erwähnen, wo es für beide Teams nicht rosig aussieht zur Zeit. So war beiden Teams klar: Heute muss man gewinnen, ohne wenn und aber!

Demnach beide Teams mit voller Bank, konzentriert in der Vorbereitung, die Halle gut gefüllt und los ging die Hatz. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel und in den ersten 30 min konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Wir waren noch damit beschäftigt die richtig Abwehrformation auszuknobeln was seine Zeit brauchte, auch die richtige Einstellung war vordergründig nicht zu spüren, was allerdings mehr an der Nervosität lag. Und woher soll die Sicherheit auch kommen, viel verloren in der letzten Zeit und nie ein eingespieltes Team auf der Platte gehabt wegen WK, Verletzungen und sonstigen Unwägbarkeiten. Aber trotzdem muss man nicht wirklich so viele Eigenfehler produzieren. Aufgrund dieser Widrigkeiten konnte Lyss mit einer 13:12 Führung in die Pause gehen.

Die Halbzeitansprache ist konstruktiv, empathisch und in aller Sachlichkeit von statten gegangen... Nein, ist sie nicht: Sie hat 49 Sekunden gedauert und manchen Tinnitus verursacht...

Und siehe da, es stand ein neues Team auf der Platte. Ab Minute 31 lief es bei uns besser und mit jeder ÜBERZEUGT vorgetragenen Aktion kam die Sicherheit zurück. Nicht mehr Kleingruppentaktik im Angriff, sondern im Verbund gespielte Auslösehandlungen, die die gegnerische Abwehr in Not brachte. Auch die Abwehrreihen konnten geschlossen werden, so dass wir uns Tor für Tor absetzten. Das Resultat dieser Katharsis: 16:9 für uns in Halbzeit 2, in Summe ergo 28:22. 

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, es war vollbracht, der erste Sieg war eingefahren. Kennen Sie die Szene aus Herr der Ringe, wo die verfluchten Bergbewohner aus ihrem Schwur gegenüber Aragorn entlassen werden? Genau so hat es sich angefühlt und Tonnen von Steinen sind vom unseren Herzen abgefallen. Der restliche Abend wurde dann gelöst im Rössli (Merci vui mau, liebe Barbara, für den Captain) zusammen verbracht und man sah endlich wieder strahlende Gesichter im versammelten Rund. Einzig unsere Teamhymne haben wir nicht zum Besten gegeben, so dass wir das am Montag im Training nachholen werden. Zum Üben, siehe unten.

 

Für die M1

David Lorenz, Trainer