Spielbericht: Crissier-West Espoirs gegen HBC Ins I (2. Liga)

Nach dem ernüchternden Saisonstart war man schon ein wenig konsterniert, nicht geschockt, wachgerüttelt, das würde es wohl am besten umschreiben. Die Fehler, die uns Visp gnadenlos im Angriff, vor allem aber in der Abwehr, aufgezeigt hat, wurden unter der Woche besprochen. Es wurde sehr viel Wert auf die Defense gelegt, damit uns NIE WIEDER so viele Gegentore in einem Spiel in Netz gelegt werden.

Mit diesen Intensivtrainings wollte man nun in Crissier bestehen. Die West-Giele hatten ihr erstes Spiel nur mit drei Toren Unterschied gegen den zweiten 1. Ligaabsteiger, den HBC Nyon, verloren. Wir waren also gewarnt, da wir ja den anderen 1. Ligaabsteiger schon in unschöner Erinnerung hatten.

 

Die Kadersituation war nicht berauschend (Herr Nadj, Herr Werthmüller, Herr Fuhrer und Herr Münger waren leider alle verhindert bzw. verletzt), aber mit Päscu hatte sich ein etablierter Spieler wieder Einsatzfähig gemeldet, Nico versuchte es, trotz Grippe und der Herr Simmel war auch wieder im Land.

 

Nun fuhren wir zu unserem ersten Auswärtsspiel in die Romandie, Terra incognita, nur wo die Halle steht war bekannt. Vor uns spielte der HS Biel in der 1. Liga gegen den West HBC. Kleiner Exkurs aufgrund zahlreicher Anknüpfungspunkte: gut gemacht, aber Luc, wenn dir der Scheiche weh tut, lass Yann ran.

 

Ab 20h mussten wir ran und wie wir ran sind: Nach 10 min 4:1 und damit war die Messe auch schon gelesen. Das sehr junge Team Crissiers tat sich schwer gegen unsere deutlich verbesserte Abwehr und mit Sebi hatten wir einen Golie, der einen Glanztag erwischt hatte. Vorne spielten wir unsere Systeme, von denen wir wissen, dass sie funktionieren. So Griff ein Rädchen in das andere und das Spiel wurde deutlich gewonnen. Endstand 18:30, ab ins Rössli zur Nachbesprechung, denn das Ergebnis liest sich zwar fabelhaft, aber gut war das Spiel von uns nicht! Stichwörter wie Chancenverwertung, taktische Disziplin im Abwehrverbund über 60 min, TGS Pässe geben da Denkanstösse. Zu streng wollen wir aber auch nicht sein! Überzeugend gewonnen, Selbstvertrauen getankt, das sind schon sehr wichtige Argumente um die Kirche im Dorf zu lassen.

 

So wurde im Rössli ein wenig über gelungene Aktionen philosophiert, ein Haufen dummer Sprüche gemacht, eine Runde Schnaps aufs Haus (Merci viumau, liebes Rössli!) verdrückt und sich darüber gefreut, dass nächstes Wochenende spielfrei ist.

 

Da nächste Woche die Halle grundgereinigt wird helfen uns die Jungs vom BSV Aarberg und lassen uns am Dienstag mit ihnen trainieren: Merci bien, wir wissen das zu schätzen!

 

Work hard, dream big

David Lorenz, Trainer HBC Ins